Der Grund, warum du Probleme hast philosophische Texte zu verstehen.


Hey, Marten hier!

Heute wirst du lernen, warum philosophische Texte so schwer zu lesen sind.

Viele, die gerade mit Philosophie anfangen, haben Probleme damit.

Es gibt natürlich nicht eine einheitliche Antwort, denn es gibt Unterschiede in:

  • Kontinentale vs. Analytische Philosophie
  • persönlicher Schreibstil des Philosophen
  • Sprache

Dennoch habe ich hier 3 Elemente, die philosophische Texte schwer zu lesen machen, zusammengefasst:

Element 1: Alte Sprache und Übersetzung

Wie häufig sind dir beim Lesen schon Fremdwörter untergekommen:

  • Eudaimonia
  • Arete
  • Logos
  • Cogito ergo sum
  • Tabula rasa

Diese und weitere Begriffe sieht man überall.

Warum?

Viele Texte sind im Original in einer alten Sprache wie Altgriechisch oder Latein geschrieben.

Warum kann man die Wörter nicht einfach übersetzen?

Sprachen sind sehr individuell und diese Begriffe haben in ihrer originalen Sprache leicht unterschiedliche Konnotationen.

Außerdem hört es sich viel cooler an, mit Fremdwörtern herumzuwerfen, die sonst niemand versteht.

Aber auch moderne Sprachen wie Deutsch oder Französisch haben bestimmte Konnotationen, die in anderen Sprachen nur sehr schwierig zu verstehen sind.

Element 2: Logische Komplexität

"Hä, was meint er?"

So oder ähnlich fühlt man sich, wenn man logisch komplexe Philosophen wie Thomas von Aquin oder Kant liest.

Philosophische Texte sind eben Argumentationstexte und keine Romane.

Und diese komplexen Argumentationsstrukturen sind schwierig zu lesen.

Leider werden sie auch nur selten explizit benannt oder visuell veranschaulicht. Auch andere rhetorische Mittel zur Lesbarkeit des Textes gibt es nur selten.

Wenn euch so ein Text über den Weg läuft, solltet ihr euch folgende Fragen stellen:

Frage 1: Was ist die Hauptaussage?

Frage 2: Wo sind die Prämissen?

Frage 3: Kann ich damit einen Überblick der Argumentation erstellen?

Element 3: Kontext

Was ist deine Reaktion, wenn ein Philosoph ein Argument kurz erwähnt, aber es nie ausführt?

Ich bin zumindest genervt.

Denn Philosophen beziehen sich häufig auf vorherige Werke, aber besitzen dann die Frechheit, deren Argumente nicht zu erklären.

Sie setzen einfach voraus, dass man es schon kennt.

Was natürlich meistens nicht der Fall ist.

Als ich zum ersten Mal Thomas von Aquin gelesen habe, habe ich nichts verstanden.

Er schmiss mit zu vielen Begriffen um sich, die ich nicht kannte, oder nutzte Argumente von Aristoteles' Physik und Metaphysik.

Doch zu diesem Zeitpunkt hatte ich diese beiden Bücher noch nicht gelesen.

Nach der Vorlesung bin ich dann zum Professor gegangen und habe ihn nach einer guten Zusammenfassung für Aristotles gefragt.

Damit gerüstet, konnte ich dann auch Thomas von Aquins kosmologische Argumente für Gottes Existenz verstehen.

Das war's für heute!

– Marten

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Philosophische Texte Lesen

Ich schreibe darüber, wie man philosophische Texte liest, um trotz der komplexen Sprache ein besseres Verständnis zu erlangen.

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